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Jahreshauptversammlung des Fischereischutzverbandes am 20.3.2010 in Flensburg-Fahrensodde
Arbeitsfelder
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Der erste Vorsitzende Wolfgang Albrecht freute sich über die rege Teilnahme an der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Fischereischutzverbandes. Mit über 70 anwesenden Fischern war das Interesse schon fast rekordverdächtig.

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Als Gäste waren unserer Einladung gefolgt:

  • Frau Ulrike Rodust SPD Mitglied im europäischen Parlament
  • Herr Klaus Klinckhamer Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages und fischereipolitischer Sprecher der CDU
  • Herr Martin Momme Abteilungsleiter des Fischereireferates im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Kiel
  • Herr Ulrich Schmidt Direktor der Dienststelle Schiffssicherheit der BG Verkehr
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Frau Rodust brachte schlechte Nachrichten aus Brüssel mit. Die Aufhebung des Dorschfangverbotes ist trotz der Bemühungen der zuständigen Minister auf Landes- und Bundesebene abgelehnt worden. Der Einsatz von Frau Rodust blieb ebenfalls erfolglos. Auch die Einschätzung der Wissenschaft, dass der Schoneffekt für den Dorsch durch den witterungsbedingten achtwöchigen Fangausfall vor allem in der Stellnetzfischerei, schon erreicht sei, konnte diese Entscheidung nicht verhindern. Hier zeigt sich wieder einmal ü berdeutlich, wie unflexibel die EU-Bürokratie ist, wenn es darum geht auf unvorhersehbare Situationen, die Teile der Fischerei in ihrer Existenz bedrohen, zu reagieren.

Herr Momme dagegen hatte eine erfreuliche Nachricht mitgebracht, die zumindest hoffen lässt.
Der durch Deutschland bei der EU Kommission vorgelegte Aalmanagementplan zum Schutz des europäischen Aals hat eine wichtige Hürde genommen. Die Hoffnung auf eine Annahme ist wesentlich gestiegen. Hierdurch wären dann Fangverbote für die Aalfischerei erst einmal vom Tisch.
Insgesamt hat sich wohl die Einsicht durchgesetzt, dass ohne die Verringerung von Rückwürfen ein kontinuierlicher Bestandsaufbau nicht erreichbar ist. Hierzu konnte die Vorführung eines kurzen Videofilms anschaulich beitragen. Allerdings hapert es immer noch an einer Praktikablen und am Verursacherprinzip orientierten Umsetzung.

Die anwesenden Politiker haben signalisiert sich diesem Problem verstärkt annehmen zu wollen. Bezüglich der überhöhten Abnahmegebühren für Fischereifahrzeuge wird es darauf ankommen, dass die zugesagte Einflussnahme durch die zuständigen Landes- und Bundespolitiker noch vor der Verabschiedung einer in Vorbereitung befindlichen neuen Gebührenordnung greift.

Wolfgang Albrecht
Erster Vorsitzender

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