Aktuell

Jahreshauptversammlung des Fischereischutzverbandes am 14.4.2012 in Eckernförde

Fischer beklagen

  • den überbordenden Bürokratismus durch die neue Kontrollverordnung,
  • die völlig überzogenen Sicherheitsauflagen

und fürchten den Verlust ihrer Fanggründe in den Natura 2000 Gebieten.

Pünktlich um 10 Uhr begrüßte der erste Vorsitzende des Fischereischutzverbandes die zahlreich erschienenen Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung in Eckernförde.

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Nach einem verbandsinternen Teil konnte er um 11 Uhr die Gäste der diesjährigen Jahreshauptversammlung begrüßen.

Folgende Politiker nutzten die Gelegenheit zu den Wahlprüfsteinen des Fischereischutzverbandes Stellung zu nehmen, die im Vorwege an alle im Landtag vertretenden Parteien versandt worden waren und sich einer Diskussion zu stellen.
Frau Ulrike Rodust, MdEP, SPD
Herr Klaus Klinckhamer, MdL und fischereipolitischer Sprecher der CDU
Herr Bernd Schröder, MdL und fischereipolitischer Sprecher der SPD
Herr Bernd Voss, MdL und fischereipolitischer Sprecher Bündnis 90 die Grünen
Aus dem Fischereireferat konnten wir Frau Ines John begrüßen.

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Klicken sie auf das Bild, um den Vortrag des 1. Vorsitzenden zu sehen.

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Frau Rodust stellte in einem, wie immer gut vorbereiteten Vortrag, die Probleme innerhalb der EU bei der Umsetzung von Forderungen und Wünschen aus den einzelnen Mitgliedsstaaten dar. Hieraus resultieren die teilweise sehr langen Entscheidungsprozesse. Man favorisiert dort das Anlandegebot mit all seinen Schwächen zur Lösung des Discard Problems. Leider kann man sich noch nicht zur Einführung eines selektiven Standartfanggerätes in der Schleppnetzfischerei auf Dorsch durchringen. Sie war mit uns einer Meinung, dass das Kormoranproblem nur länderübergreifend zu lösen ist.

Natura 2000
Sowohl CDU als auch die SPD sprachen sich durchweg für einen Bestandsschutz der Stellnetzfischerei in den Natura 2000 Gebieten aus. Einhellig war man über die Parteigrenzen hinweg der Meinung, dass eine europaweites Kormoranmanagement zur Reduzierung der Kormoranbestände notwendig ist. Weiterhin wurde ein runder Tisch Fischerei für die Zukunft in Aussicht gestellt, um die Meinungen und das Fachwissen der Praktiker besser in die politischen Entscheidungen einzubinden.

Lediglich der Vertreter der Grünen, Herr Voss sieht den Status Quo zwischen der Stellnetzfischerei und dem Naturschutz in den Natura 2000 Gebieten als nicht mehr haltbar an. Er fordert nach einer Uuml;bergangszeit den Einsatz alternativer Fanggeräte, von denen er aber noch nicht weiß, wie diese aussehen sollen.

Diese Einstellung ruft den Unmut der anwesenden Fischer hervor. Man will gerne einen Beitrag zum Naturschutz leisten. Allerdings geht diese Bereitschaft nicht soweit die Betriebe aufzugeben.

Die Versammlung endete um 13: 40 Uhr


Einen Bericht über die Versammlung finden sie auch in den Kieler Nachrichten

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