Aktuell

Stellnetzfischerei im Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie

Am Donnerstag den 22.11.2012 hatte der Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Dr. Robert Habeck, zu einer Gesprächsrunde zum Thema eingeladen.

Er stellte die Konfliktlage zwischen der Stellnetzfischerei und dem möglichen Beifang von Schweinswalen und Seevögeln aus seiner Sicht dar.

Die anwesenden Vertreter der Verbände der gewerblichen Fischerei (Landesfischereiverband und Fischereischutzverband) versuchten zunächst, vom Minister nähere Einzelheiten zu etwa geplanten Restriktionen zu erfahren. Leider war eine Präzisierung vor allem der möglicherweise zu sperrenden Gebiete nicht zu erreichen. Es herrschte Einigkeit bei den Vertretern der Fischerei, dass sich Restriktionen an nachprüfbaren Fakten ausrichten müssen.

Der Minister brachte dann aufgrund von Vorgesprächen und dort gemachten Aussagen in Kappeln hinsichtlich der Nebenerwerbsfischerei den Gedanken ins Spiel, ob man nicht bei Restriktionen eine unterschiedliche Behandlung der Fischereisparten vornehmen sollte um die ausschließlich auf den Fischfang angewiesenen Betriebe besser zu stellen.

Hierdurch entstand eine hitzige Diskussion vor allem durch die anwesenden Fischer aus Kappeln, die eine solche Lösung offenbar durchaus unterstützen wollen um sich gewisse Vorteile zu sichern.

Es ist letztendlich nicht klar geworden, ob die Fischerei gegeneinander ausgespielt werden sollte. Falls dies so war, ist das jedenfalls kräftig misslungen. Die überwiegende Mehrheit der Gesprächsteilnehmer war sich einig, dass es nicht zielführend ist in dieser Richtung weiter nachzudenken, weil der Schweinswal nicht zwischen ausliegenden Fanggeräten von diesem oder jenem Fischer unterscheiden kann.

Abschließend wurde vereinbart, die Datenlage zu Beifängen zu verbessern, über brauchbare alternative Fanggeräte nachzudenken und technische Maßnahmen zum Schutz der Schweinswale zu favorisieren. Die Gespräche zwischen Regierung und Fischerei sollen weiterhin regelmäßig stattfinden.

Nach oben