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Jahreshauptversammlung des Fischereischutzverbandes am 09.03.2013 in Flensburg-Fahrensodde

Als Gäste begrüßte der erste Vorsitzende, Wolfgang Albrecht:

  • Frau Ulrike Rodust MdEP
  • Herrn Dr. Robert Habeck Minister für Energiewende, Umwelt, Landwirtschaft und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein
  • Herrn Lars Winter MdL und fischereipolitischer Sprecher der SPD
  • Herrn Bernd Voss MdL und fischereipolitischer Sprecher Bündnis 90 die Grünen
  • und die Presse

Anhand eines Powerpoint Vortrages unter dem Versammlungsmotto.“Naturschutz und Fischerei, miteinander und nicht gegeneinander“ zeigte der erste Vorsitzende die Reibungspunkte zwischen Naturschutz und Fischerei auf:

  • ging dabei auf die teilweise überhöhte Darstellung des Beifanges von Enten und Meeressäugern ein
  • wies auf vorhandene fachliche und sachliche Mängel der bisher vorgestellten Lösungsansätze hin
  • nahm eine kurze Bewertung der angedachten alternativen Fangtechniken aus Sicht der Fischereipraxis vor
und bot danach Lösungsmöglichkeiten an, die zeitnah umsetzbar sind.

Der Beisitzer Nordsee, Herr Michael Steinmacher, trug eindringlich die Probleme der Krabbenfischerei vor. Insbesondere bezüglich der anstehenden Vorschriften für Schiffsdieselmotoren.

Sodann hatte der Minister das Wort.

Er bedankte sich für die Einladung und bezog dann Stellung zum Vortrag des ersten Vorsitzenden.

Als Fazit dieser Ausführungen bleibt festzuhalten:
Naturschutz und Fischerei müssen gemeinsam Lösungen suchen und finden. Alternativen mÜssen vorbehaltlos ausprobiert werden.

In der anschließenden Diskussion wurde dies im Wesentlichen bestätigt.

Der FSV war allerdings der Meinung, dass man sich auf praktikable Alternativen zur Stellnetzfischerei wie Dorschreusen in verändertem Design und Langleinen konzentrieren sollte. Weiterhin sollte der Einfluss der Stauhöhen von Netzen auf die Beifanghäufigkeit von Meeressäugern im August und September schnellstens untersucht werden. Rein theoretisch jedenfalls ergib die Verminderung der Stauhöhe ein Verminderung der vorhandenen Fangfläche, was auch zur Verminderung der Beifangmöglichkeit führen müsste.

Da Netze mit unterschiedlichen Stauhöhen vielfach schon vorhanden sind, könnte man hiermit ohne großen Zeitverzug beginnen.

Der Minister stellte klar, dass er für den Erhalt der stillen Fischerei ist und den Bestand dieser fördern will. Er bedankte sich für die konstruktive Diskussion und die vielen guten Fachvorschläge.

Frau Rodust regte an, dass man sich bei der Erprobung von alternativen Fangmethoden möglichst breit aufstellen sollte, weil schon in der Vergangenheit zunächst viel versprechende Lösungsansätze, sich schnell als unbrauchbar erwiesen haben.

Herr Winter und Herr Voss sprachen sich generell ebenfalls für den Erhalt der stillen Fischerei aus und wollen unterstützend mitwirken.

Der erste Vorsitzende lobte ausdrÜcklich das hohe Arrangement des Ministers um der ihm zunächst fremden Materie näher zu kommen und nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.

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