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Minister Habeck stellt neue Version der Schutzgebiete vor

Am 12.3. stellte Minister Habeck im Gästehaus der Landesregierung dem Landesfischereiverband und dem Fischereischutzverband Schleswig-Holstein sowie zahlreich erschienenen Fischern die neue Version der geplanten Schutzgebiete in der Ostsee vor. Diese Version soll nach seiner Aussage das Ergebnis mannigfaltiger Verhandlungen vor Ort mit Fischern und Verbandsvertretern sein.

Zwar sind einige Gebiete weggefallen, die Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebenerwerb wurde fallengelassen. Gleichwohl ist der jetzt vorgestellte Vorschlag zumindest punktuell stark verbesserungswürdig und gefährdet bei seiner Umsetzung nach wie vor die Existenz vieler Betriebe.

Der Fischereischutzverband vermisst auch die Erprobung vorgeschlagener technischer Maßnahmen , wie die Verringerung der Stauhöhe von Netzen zur Verringerung der Beifänge von Meeressäugern als milderen Eingriff in die Wirtschaftlichkeit der Betriebe.

Desweiteren halten wir die viel zu langen Sperrzeiten im Sommer vom 15.Juni bis 15. September (Schweinswale) und im Winter vom 1. November bis 1. April für fachlich nicht angemessen. Die Kleinfischerei kann eine derart lange Behinderung von insgesamt 8 Monaten in ihrer Berufsausübung wirtschaftlich nicht verkraften. Auch der nicht zu unterschätzenden touristischen Bedeutung und der bestmöglichen Versorgung der Marktes (§3 Seefischereigesetz) stehen diese angedachten langen Sperrzeiten diametral entgegen.

NABU, WWF und BUND frohlocken schon. Man sieht jetzt die realistische Chance die Stellnetzfischerei aus den Meeresschutzgebieten zumindest mittelfristig ganz zu verdrängen.

Man darf gespannt sein in welcher Weise die anderen an der Regierungskoalition beteiligten Parteien ihr vor der Wahl abgegebenes Versprechen die Stellnetzfischerei erhalten zu wollen nun einlösen wollen. Wir erlauben uns dies jetzt einzufordern.

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