Aktuell

Ein Jahr freiwillige Vereinbarung zum Schutz von Schweinswalen und tauchenden Meeresenten.

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Am 23.4.2015 fand einen erste Erörterung der freiwilligen Vereinbarung zum Schutz von Schweinswalen und tauchenden Meeresenten in Kiel statt.

Hierzu hatte der Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Dr. Robert Habeck , die Vertragspartner nach Kiel eingeladen, um zu bilanzieren, Erfahrungen auszutauschen und wo nötig Verbesserungen einer ersten Diskussion auszusetzen.

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Als positiv bewertet der Minister sowie die Vertragspartner, dass

  • man im Gespräch geblieben ist
  • wir uns auf einem guten Weg zur Einlösung des Vereinbarten befinden
  • durch die Vereinbarungen ordnungsrechtlichen Maßnahmen verhindert werden konnten
  • die Absatzförderung der Fänge im Rahmen der Selbstvermarktung Teil des Projektes ist
  • die Besuche vor Ort durch das Ostsee Info Center die Akzeptanz und die Teilnahme an den vereinbarten Regelungen gesteigert haben.

Hinsichtlich der Teilnahme aller Fischereibetriebe an der Vereinbarung gibt es noch Nachholbedarf.


Entenschonzeit 2014/15:

Kontrolle
Die Einhaltung der Vereinbarung wurde durch das OIC während der Schonzeit von Land aus kontrolliert. Zusätzlich fanden an 22 Tagen Kontrollen auf See statt.

Im Großen und Ganzen wurde das Freihalten der vereinbarten Gebiete von Stellnetzen eingehalten. Verstöße waren die absolute Ausnahme. Die entsprechenden Fischer wurden einem Selbstreinigungsprozess innerhalb der Fischerei ausgesetzt, der dazu führen wird, dass sie sich in Zukunft vereinbarungsgemäß verhalten werden.

Zuschnitt der Gebiete
Für einige Gebiete wurde von den ortsansässigen Fischern anlässlich eines Besuches durch das IOC Vorschläge für eine Modifizierung der Gebietsgrenzen gemacht.

Das IOC bringt neue Gebiete zwischen NEULAND und LIPPE ins Gespräch, wo nach Beobachtungen von Ornithologen aufgrund hoher Entenvorkommen die Einrichtung von Schutzgebieten notwendig ist. Ebenso soll die Lübecker Bucht wieder Gesprächsgegenstand werden. Hier der Bereich der SAGAS BANK.

Hierüber ist in der Arbeitsgruppe in naher Zukunft zu verhandeln.


Schweinswalschonzeit:

Kontrolle
Durch das IOC wurden 8 Kontrollfahrten durchgeführt. Jedes Gebiet wurde einmal befahren. Das vorhandene Fahrzeug ist aufgrund seiner geringen Größe nur bedingt geeignet, um die Kontrolle flächendeckend durchzuführen. Die Messung der Netzlängen mit GPS ist technisch möglich. Die Zuordnung der Netzflaggen durch das IOC zu einer Netzlänge, erscheint bis jetzt zumindest fragwürdig, sodass die in einem Fall festgestellte Überschreitung der Netzlänge, nicht als gesichert angesehen werden kann. Insgesamt wurde ein geringer Fangaufwand festgestellt. Weitere Kontrollen durch die Wasserschutzpolizei im Rahmen ihrer Routinefahrten ergeben keine Beanstandungen.

Meldungen/Sichtungen
Es soll eine Melde APP für Schweinswale eingerichtet werden, nachdem das Meldesystem über Funk eingestellt worden ist. Die Fischerei verbände sehen dieses Verfahren sehr kritisch, weil hierdurch Mehrfachbeobachtungen eines Tieres zu völlig falschen Schlüssen hinsichtlich der Verteilung von Schweinswalen führen werden.

Im Jahre 2014 gab es 94 Totfunde, die sich weder hinsichtlich der Todesursache, noch des Fanggebietes zuordnen lassen.

Abgabe von beigefangenen Schweinswalen
Es wurden keine beigefangenen Tiere abgegeben. Offenbar gab bei den teilnehmenden Betrieben keine Beifänge.

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