Aktuell

L.I.F.E. organisiert Treffen mit DG MARE in Brüssel

#

Mitglieder der europäischen Organisation der Kleinfischerei L.I.F.E. aus Polen , Dänemark und er Fischereischutzverband aus Deutschland haben sich in den Geschäftsräumen von L.I.F.E. getroffen und dort eine gemeinsame Strategie besprochen, die einer möglichst gebündelten Vorstellung der Probleme der Kleinfischerei bei Herrn Bernhard Friess DG Mare und seinen Mitarbeitern gedient hat.

#

Schnell herrschte Einigkeit darüber, dass folgende besonders wichtige Punkte anzusprechen waren:

  • Differenzierung zwischen passiver und aktiver Fischerei
  • Anwendung des Verursacherprinzips bei Restriktionen
  • Flexibilisierung des Dorschfangverbotes in der Ostsee
  • Ausnahme der stillen Fischerei vom Dorschfangverbot bis 20 m Wassertiefe Beifang Situation Theorie und Praxis

Zum Termin mit Herrn Friess suchten wir dann das entsprechende Gebäude der EU Verwaltung auf.

#

Herr Friess bezeichnete sich einerseits als gut informiert hinsichtlich der Beifang Situation und stellte Aktivitäten in Aussicht um Theorie und Praxis anzugleichen (unterschiedliche Beifang Zahlen: offiziell 2% in der Praxis bis zu 40%). Andererseits führte er aus, dass man von vielen Problemen in Brüssel nichts hört. Hier macht sich der einseitige Informationsfluss aus den regionalen Beiräten und durch die Lobbyisten der aktiven Fischerei negativ bemerkbar. Abhilfe soll durch zweimonatige Abgleiche der Informationslage durch Vertreter der stillen Fischerei ( L.I.F.E.) geschaffen werden.

Die Ausnahme der stillen Fischerei vom Fangverbot für Dorsch in der Ostsee (SD 22-24) ist an der Uneinigkeit der Ostseeanrainerstaaten- hier am Widerstand von Schweden gescheitert. Herr Friess führte weiterhin eine mangelhafte Datenlage als Hinderungsgrund an.

Weiterhin führt er aus, dass die stille Fischerei ja auch Dorsch fängt, der ablaichen könnte. Das ist ja zunächst einmal richtig. Allerdings geht es hier um die Berücksichtigung der realisierbaren Fangmengen, die aufgrund der geringen Fangintensität der stillen Fischerei in Bezug auf das Schutzziel zu vernachlässigen sind. Diese Art der Argumentation zeigt recht deutlich die rein theoretische Ausrichtung der Handlungsweise in der DG MARE.


Fazit:

  • Das Treffen hat zu einer Verbesserung der Informationslage in der DG MARE geführt.
  • Wichtige und zum Teil nicht so bekannte Argumente wurden ausgetauscht und aufgenommen.
  • Ein laufender Informationsaustausch in 2 monatigen Abständen wurde in Aussicht gestellt.

und die an dem Termin beteiligten Vertreter aus den o.a. Ostseeanrainerstaaten werden zukünftig noch enger zusammenarbeiten, was sicherlich zu einer Steigerung der Interessenvertretung der stillen Fischerei in der Ostsee führen wird. Vor diesem Hintergrund ist das Treffen als guter Erfolg zu werten.

Nach oben