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Warschau 28.10.2016

L.I.F.E. die Interessenvertretung der Kleinfischerei verleiht uns den nötigen Schwung!

Am 28. Und 29. Oktober fand in Warschau ein Kongress der Kleinfischer mit passiven Fanggräten statt. Der Einladung von L.I.F.E. der europaweiten Interessenvertretung der Kleinfischerei mit passiven Fanggeräten waren Vertreter aus acht Nationen von Finnland bis nach Italien gefolgt um sich vorzustellen, ihre Anliegen und Probleme zu erläutern und nach Lösungsansätzen zu suchen um dieser Art der Fischerei endlich eine gemeinsame laut vernehmbare Stimme zu verleihen.

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In informativen Vorträgen der einzelnen Ländervertreter kam nicht ganz unerwartet zu Tage, dass die Probleme der Kleinfischerei sich in allen Ländern sehr ähnlich darstellen:

  • Überfischung wichtiger Bestände
  • Ungerechte Quotenverteilung
  • Verdrängungswettbewerb durch einseitige Förderung der aktiven Fischerei mit gezogenen Fanggeräten
  • Einseitige Beeinflussung von Politikern und Regierungsstellen

sind in allen Mitgliedsstaaten an der Tagesordnung.

Die fehlende Zeit der aktiven Fischer neben ihrer täglichen Arbeit, sowie mangelhafte Kenntnisse der Verwaltungswege auf Landes und vor allem auf EU Ebene haben bisher eine wirksame Interessenvertretung behindert.

Dies ändert sich durch den europaweiten Zusammenschluss jetzt. Diese Interessenvertretung L.i.F.E. bedient sich der Fach und Sachkenntnisse für jeden Bereich der EU Gewässer von aktiven Fischern im Vorstand und ist daher in der Lage in Verbindung mit einer hervorragenden Administration die Interessen an die entsprechenden Entscheidungsträger auf kurzen Wegen, vor allem in Brüssel, heranzutragen.

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Ein Aktionsplan zur Bewältigung der Dorschkrise wurde schon am 6.September vom Geschäftsführer von L.I.F.E., dem Nord und Ostseekoordinator, sowie Vorstandsmitgliedern aus Polen, Deutschland und Vertretern aus Schweden und Dänemark bei der DG Mare in Brüssel vorgestellt. Dieser Plan stieß auf großes Interesse und zeigt erste Erfolge durch die Verlängerung der Dorschschonzeit auf 8 Wochen vom 1.2. bis zum 31.3.2017. Hierdurch ist zumindest die Schonung der Laichansammlungen des Dorsches in der westlichen Ostsee durch die Fischerei mit gezogenen Fanggeräten gesichert. Die ebenfalls vorgeschlagene Ausnahme der passiven Fischerei von dieser Schonzeit oberhalb von 20m Wassertiefe ist noch Gegenstand von Verhandlungen. Hieran wird mit Hochdruck weiter gearbeitet. Dies geschieht auch im Ostseebeirat BSAC ( BALTIC SEA ADVISERY COUNCIL), dem der Fischereischutzverband seit kurzem angehört. Durch die Teilhabe an Entscheidungsprozessen wird es in Zukunft besser möglich sein unsere Interessen auch auf diesem Weg nach Brüssel zu tragen. Außerdem haben wir jetzt Zugang zu allen Informationen, die vorher nicht zugänglich waren. So ist ein rechtzeitiges Gegensteuern bei allzu einseitigen Vorhaben bezüglich Fischereiregelungen in der Ostsee im weitesten Sinne möglich.

Wolfgang Albrecht, erster Vorsitzender

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