Klopfer des Monats

Taucher und Fischer fragen sich:
„Warum sind die GPS Daten der mittels Video erfassten Untersuchungsstrecken der Flensburger Förde zur Muschelbedeckung als Grundlage für die Verträglichkeitsstudie zur Wildmuschelfischerei nicht zugänglich“?

Zum Hintergrund der Kritik: Bezugnehmend auf den Abschnitt 8 "Ergebnisse der Untersuchungen", genauer 8.1 "Muschelabdeckung und Biomasse", ist es bisher nicht gelungen, anhand der Abb. 8.1 "Muschelbedeckung auf den per Video dargestellten Untersuchungstrecken in Teilen der westlichen und östlichen Innenförde der Flensburger Förde in 2015." (Seite 69 der Verträglichkeitsstudie) die Muschelvorkommen von 2/3 und 3/3 Bodenbedeckungen ausfindig zu machen. Anoxische Bereiche und Bereiche mit einer Bodenbedeckung von maximal 1/3 ist alles was wir fanden.

# Bild: Unterwasserteam Flensburg

Anhand dieser stichprobenartigen Laienbeobachtungen, die nicht mit den Ergebnissen der vorgestellten Untersuchung übereinstimmen, sind wir, mit den Tauchern gemeinsam sehr besorgt über den Miesmuschelbestand der Flensburger Förde und stehen der Vergabe der Fanglizenzen strikt ablehnend gegenüber.

Natürlich sind wir uns jedoch bewusst, dass diese stichprobenartige Laienbeobachtungen täuschen können!

Um unsere Beobachtungen ergänzen und ggf. unberechtigtes Sorgen abstellen zu können, bitten wir sie konkret um die Übermittlung der GPS Koordinaten, der von Ihnen mittels Video untersuchten Teile der Flensburger Förde mit dem Ergebnis eines Muschelvorkommen von 2/3 und 3/3 Bodenbedeckung.

Nur durch Transparenz lassen sich die Sorgen der Bürger, wozu ja auch die Fischer gehören, entkräften. Bisher hat das Unterwasserteam Flensburg auf sein Ersuchen diese Daten mitzuteilen, keine Antwort erhalten, was nicht zur Entkräftung von vorhandenen Bedenken gegen die Neuvergabe einer Lizenz zur industriellen Muschelfischerei in der Flensburger Förde beiträgt.


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