Klopfer Januar 2011

Neueinsteiger in die Fischerei nicht fit für den harten Wettbewerb. Ein Scheitern dieser Betriebe, trotz staatlicher Hilfen, ist somit fast vorprogrammiert.

Keine Frage. Ohne Nachwuchs herrscht Stillstand und auf längere Sicht Rückschritt.

Das gilt natürlich auch für die Fischerei. Allerdings sind die herrschenden Rahmenbedingungen zur Zeit eher nicht für die Neugründung eines Vollerwerbsbetriebes geeignet.

Immer wieder gibt es Leute, die entgegen aller Warnungen meinen diesen Widrigkeiten zum Trotz gerade jetzt doch einen eigenen Betrieb gründen zu müssen. Kaufmännisch schwach ausgebildet, ohne ausreichende finanzielle Grundlage, mit kleiner Dorschquote, und hoher Kostenbelastung, ist die Luft zum Atmen von Anfang an sehr dünn. Oft endet das ganze Unternehmen ziemlich schnell in der Pleite.

Dann trifft man auf See zu allem Überfluss auch noch auf einen Nebenerwerbsfischer. Schon ist das Geschrei groß und der Sündenbock für die Schieflage des Betriebes ausgemacht. „Der nimmt mir die Fangplätze weg“! „Die machen uns kaputt“!! Höher aufgehängt auf Verbandsebene: „Die Selbstvermarkter stören die Marktordnung und müssen weg“.

Die Politik meint, alle Fische sollten über Auktionen vermarktet werden,

  • in der Regel zu schlechten Preisen
  • und hohen Kosten,
  • schweigt ansonsten,
  • tut weiter nichts

und schon gar nichts für die Betriebe, die die Zeichen der Zeit schon lange erkannt haben und die Fischerei weil es sich sonst nicht mehr rechnet für den Staat zum Nulltarif, im Nebenerwerb betreiben.

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