Klopfer Juli 2011

Vogelbeifänge durch die Stellnetzfischerei in der Ostsee

Bellebaumstudie punktet mit Scheinneutralität

Bei näherer Betrachtung fällt jedoch auf, dass

  • Durch eine Vermischung von Ergebnissen von Studien mit anderer Zielsetzung (hier MENTJES&GABRIEL, Reduzierung von Beifängen durch fangtechnische Maßnahmen, wo gezielt Gebiete mit hohem Seevogelaufkommen ausgesucht wurden) ein wesentlich überhöhter Beifang von Seevögeln in die Berechnungen einging,
  • diese Hochrechnungen dann zu falschen Schlussfolgerungen führen mussten,
  • die räumliche Ausdehnung dieser Gebiete nicht mit der jetzt als schutzbedürftig dargestellten Gebiete übereinstimmt,
  • Der Studie keine überregionale Bedeutung zukommt

und die Tatsache, dass die Fischerei die Gebiete mit hohem Seevogelaufkommen von sich aus meidet, in der Gesamtbewertung keine Berücksichtigung gefunden hat.

Aus diesen Gründen muss die Neutralität der Studie stark angezweifelt werden. Sie ist daher als Grundlage für Restriktionen ungeeignet!!

Da das Thema viel Konfliktpotenzial in sich birgt, die Existenz der ortsgebundenen Stellnetzfischerei auf dem Spiel steht, die bisherige Sichtweise aber von starker Tendenz geprägt ist, halten wir es für dringend geboten in einen Dialog mit den Entscheidungsträgern einzutreten um für diesen Problembereich eine angemessene für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden.

Diese könnte in freiwilligen Vereinbarungen mit der Fischerei liegen. Sprechen Sie mit uns!!
Hierzu möchten wir die Politiker aller im Landtag vertretenden Parteien auffordern.

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