Klopfer April 2012

Unsinnige und völlig praxisfremde Ausrüstungsvorschriften hinsichtlich der Funkausstattung der gewerblichen Fischereifahrzeuge verursachen hohe Kosten und erhöhen die Sicherheit der Fahrzeuge so gut wie gar nicht.

Vor allem die Vorschrift offene Boote unter acht Metern Länge mit Handfunkgeräten auszurüsten bringt aufgrund der geringen Reichweite dieser Geräte, durch die geringe Sendeleistung verbunden mit geringer Antennenhöhe ( bestenfalls 1,8 m), keinen nennenswerten Sicherheitsgewinn, erst recht dann nicht, wenn man das Boot in einem Seenotfall verlassen muss.
Die Ansicht schwimmend mit dem Handfunkgerät dann Hilfe herbeirufen zu können ist selbst theoretisch betrachtet mehr als fragwürdig. In der Praxis ist diese Möglichkeit gleich Null.

Es ist zwar generell zweifellos richtig, dass ein UKW- Seefunkgerät im Seenotfall gegenüber einem Handy erhebliche Vorteile bietet. Diese Vorteile kommen allerdings bei den kleinen Fahrzeugen mit einem eingeschränkten Fahrtbereich aufgrund des landnahen Einatzgebietes nicht zum tragen. Vielmehr bietet ein Handy in diesem speziellen Fall durch seine größere Reichweite immense Vorteile.

Wieder einmal hat die Bürokratie vom grünen Tisch aus zugeschlagen, wie immer zum Nachteil der Fischer.

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