Klopfer September 2012

NABU hält weitere Einschränkungen der Fischerei in den FFH und Vogelschutzgebieten für erforderlich.

Anlässlich einer Veranstaltung am 27.8.2012 in Kiel zur Reform der gemeinsamen Fischereipolitik forderte der Vorsitzende des Bundesverbandes des Naturschutzbundes Deutschland weitere Einschränkungen der Fischerei in den FFH und Vogelschutzgebieten der Nord und Ostsee.

Dies führte zur Verwunderung der anwesenden Fischereivertreter. Vor allem beim Fischereischutzverband Schleswig-Holstein.

Schon im Vorwege der Gebietsausweisungen und dem damit verbundenen Anhörungsverfahren wurde nach Würdigung aller Gegebenheiten festgestellt:
Es herrscht ein Status Quo zwischen Fischerei und Schutzzweck. Für die Fischerei mit Stellnetzen in der bisherigen Art und dem praktizierten Umfang besteht in den einzurichtenden Schutzgebieten kein Handlungsbedarf.

An der damaligen Situation hat sich hinsichtlich der Fischerei nichts geändert. Der Fangaufwand hat eher abgenommen. Trotzdem werden jetzt Einschränkungen der Stellnetzfischerei gefordert. Der zuständige Minister hält sich noch bedeckt.

Aus dieser Situation heraus ergeben sich aus unserer Sicht folgende Fragen:

  • War die Beurteilung der Sachlage damals falsch?
  • Hat man nicht ordentlich gearbeitet?
  • Oder wollte man die Fischerei nur beruhigen?

Hierauf fehlen bisher die schlüssigen Antworten.

Im Interesse einer vertrauensvollen Zusammenarbeit, die wir ausdrücklich anstreben, sollte zeitnah Licht in diese Dunkelheit gebracht werden.

Nach oben