Klopfer August 2013

Tauchenten und Schweinswale in Not??

Verluste an Meeressäugern und Tauchenten gibt es sicherlich. Das ist bedauerlich aber leider trotz intensiver Bemühungen der Fischer, nicht ganz zu verhindern.

Die traditionelle Fischerei hat allerdings, obwohl seit Jahrhunderten ausgeübt, den Fortbestand der Bestände bisher- und auch jetzt, nie wirklich gefährdet.

Anders sieht es in der in der handwerklichen Fischerei mit passiven Fanggeräten aus.

Diese Betriebe sind durch

  • überzogene Sicherheitsauflagen der BG Verkehr,
  • kostenintensive Schiffsbesichtigungen,
  • wissenschaftlich sinnlose Dorschschonzeiten in der Stellnetzfischerei,
  • überbordende EU Bürokratie,
  • nicht mehr planbare, weil sich ständig verschlechternde Rahmenbedingungen

und die jetzt vorgesehenen 8-monatigen Sperrungen von angestammten Fanggebieten vom Aussterben bedroht.

In der Ostsee waren es die Natura 2000 Gebiete in denen eine intakte und deswegen schützenswerte Natur vorgefunden wurde und das trotz der intensiv betriebenen Stellnetzfischerei.

Die Abnahme der Fischereibetriebe in den letzten 20 Jahren von 910 auf 529 spricht eine deutliche Sprache. Das Durchschnittsalter der noch aktiven Fischer von 56 Jahren ist ein weiteres Alarmzeichen. Es gibt bei diesen Rahmenbedingungen kaum noch Nachwuchs. Mit jeder Betriebsaufgabe geht wertvolles Praxiswissen unwiederbringlich verloren. Man muss sich jetzt rasch entscheiden. Wenn man diese Fischerei zur Versorgung des örtlichen Marktes und als die Attraktion für unsere Urlaubsgäste erhalten will, dann müssen den Ankündigungen von Politikern und Parteien „die Fischerei erhalten zu wollen“ jetzt Taten folgen.

Die wirkliche Notlage liegt nämlich hier!!

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