Klopfer Januar 2015

Anlandegebot zum Bestandsaufbau völlig ungeeignet! Außer Spesen nichts gewesen!

Das ab ersten Januar geltende Anlandegebot für quotierte Fischarten in den EU Gewässern ist zum Bestandsaufbau völlig ungeeignet!

Durch die gleichzeitige Herabsetzung des Mindestmaßes für Dorsch in der Ostsee von 38 auf 35 cm werden die Beifänge zu kleiner Fische legalisiert. Dies verringert zwar statistisch gesehen die viel zu hohen Beifänge zu kleiner Fische in der Schleppnetzfischerei - und das sind ja nicht nur Dorsche -, hilft aber dem erwünschten und allseits propagierten Bestandsaufbau als erstes Ziel der gerade wieder mit großem Aufwand betriebenen Reform der gemeinsamen Fischereipolitk, nicht einen Millimeter weiter.

Im Gegenteil!

Sollte doch die Fischerei durch das Anlandegebot animiert werden selektivere Fanggeräte einzusetzen, um die Beifangraten zu verringern, wird jetzt in diese Richtung keine Änderung mehr eintreten, weil der Handlungsbedarf für die Fischerei zum größten Teil weggefallen ist. Deshalb wird alles so bleiben, wie es vorher war.

Wie schon gesagt: Außer Spesen für den sehr hohen Kontrollaufwand, nichts positives erreicht! Offenbar haben sich die Entscheidungsträger hier von einer allzu einseitigen Lobbyarbeit, ohne ausreichende Kenntnis der Sachlage, fehlleiten lassen.

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