Klopfer Mai 2016

Der nötige Wiederaufbau des europäischen Aalbestandes droht an mangelnder EU Koordination, lückenhaften Schutzmaßnahmen und an der unflexiblen Anwendung der deutschen Verwaltungsvorschriften zu scheitern.

Die Vorgaben des Aalmanagementplans der EU zum Bestandsaufbau, konnten trotz großer Anstrengungen der Fischerei und unter Einsatz von erheblichen privaten Mitteln, sowie staatlicher Fördermaßnahmen für den Besatz, nicht in allen Gebieten erreicht werden.

Die Gründe sind schnell umrissen!

  • Unzureichendes Management und Reduzierung des Kormoranbestandes./li>
  • Gewässerverbauung.
  • Mangelnder Schutz der Aale vor Turbinen und Pumpwerken.
  • Die immer noch stark betriebene kommerzielle Konsumfischerei auf Glasaale in Spanien, Portugal, Frankreich und anderen EU Staaten.

und eine unflexible Förderungspolitik in der Fischereiverwaltung des Landes Schleswig-Holstein mit für den Besatz nachteiligen Vorschriften hinsichtlich der Zusammensetzung des Besatzes.

Im Focus der Kritik steht wieder einmal der Fischer.

Angedachte Fangeinschränkungen zur Abhilfe können aufgrund der Fangmenge durch die Fischerei, kaum eine Wirkung entfalten. Sie werden aber mit Sicherheit dazu führen, dass jeglicher aus privaten Mitteln finanzierte Besatz eingestellt wird. Dies halten wir für kontraproduktiv.

Wir fordern deshalb ein Umdenken im Aalmanagement und die Einbeziehung aller Faktoren, die den Aal bedrohen, in der Reihenfolge ihrer Intensität. (Verursacherprinzip)

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