Klopfer Juni 2016

Steht die Ostseefischerei vor der nächsten Dorschfangkrise??

Aufgrund des fast vollständigen Ausfalles des
Nachwuchsjahrgangs 2015 beim Ostseedorsch schlägt der
internationale Rat für Meeresforschung für das Jahr 2017 eine
Fangquotenreduzierung in der westliche Ostsee, von 87 % vor.

Sollte dieser Vorschlag 1 : 1 umgesetzt werden, geht es für die
gewerblichen Fischereibetriebe ums nackte Überleben.

Guter Rat ist nun teuer!
Die Existenz eines ganzen Wirtschaftszweiges steht auf dem Spiel,
der ein Stück Identität unseres Landes darstellt.

Wie konnte es soweit kommen??
Hatte man zunächst das Mindestmaß für den Dorsch 2013 „wegen zu
hoher Nachwuchszahlen“
auf 35 cm für die gewerbliche Fischerei
abgesenkt - auf die Bedenken der passiven Fischerei wurde nicht
gehört - wird jetzt über eine Heraufsetzung dieses Mindestmaßes,
nur für die Freizeitfischerei
- zur Bestandsschonung - auf 42 cm
nachgedacht.

Die Wirkung einer Maßnahme in dieser Form darf bezweifelt
werden, zeigt aber die Orientierungslosigkeit der EU Bürokratie.

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