Klopfer Juli 2016

Rosinenpickerei hilft nicht weiter!
Zur Erholung des Dorschbestandes braucht es keine Schönheitskosmetik sondern zielführende Maßnahmen, die über ein Jahr hinausreichen.

Aufgrund des fast vollständigen Ausfalles des Nachwuchsjahrganges 2015 beim Ostseedorsch schlägt der internationale Rat für Meeresforschung für das Jahr 2017 eine Fangquotenreduzierung in der westliche Ostsee, von 87% vor.

Sollte dieser Vorschlag 1:1 umgesetzt werden, geht es für die gewerblichen Fischereibetriebe ums nackte Überleben.

Guter Rat ist nun teuer!
Die Existenz eines ganzen Wirtschaftszweiges steht auf dem Spiel, der ein Stück Identität unseres Landes darstellt.


Wissenschaftliche Erkenntnisse:

  • Nachwuchsjahrgänge seit 2005 schwach.
  • Fischereidruck zu hoch.
  • Rückwürfe in der Schleppnetzfischerei zu hoch.
  • Größenanalysen des Dorschbestandes in der Ostsee wissenschaftlich teilweise falsch berechnet.

Zielführende Maßnahmen:

  • Verringerung des Fangdruckes gestaffelt nach dem Verursacherprinzip.
  • Verlängerung der Laichschonzeit für den Dorsch auf 8 Wochen.
  • Einstellung der Industriefischerei.
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Nur wenn sich die gesamte Fischerei an den nötigen Rettungsmaßnahmen beteiligt kann man davon sprechen, dass „wir alle in einem Boot sitzen“.

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