Klopfer August 2017

EU Bürokratie fordert totales Aalfangverbot in der Ostsee!

Brüssel, Kopenhagen, Berlin, Kiel

Zum Wiederaufbau des dezimierten Bestandes des europäischen Aals fordert die EU Administration ein totales Fangverbot für Aal in der Ostsee, weil „die Aalfänge in der Ostsee von insgesamt 709 Tonnen im Jahre 2016, den Bestand in seiner Existenz gefährden“!

Dies ist eine Maßnahme vom verkehrten Ende aus. Die wirkliche Dezimierung findet in Spanien, Portugal, Frankreich, Holland und England durch die dort getätigten Glasaalfänge statt.

Neben dem in den Mittelmeerländern immer noch üblichen Verzehr von Glasaalen steigt die Entnahme für den Besatz für Aalfarmen, die Besatzmaßnahmen in den natürlichen Lebensraum dagegen, gehen zurück. Schwarzexporte nach Asien erhöhen den Negativtrend zusätzlich.

Falls dieses Fangverbot Wirklichkeit werden sollte, kann man dadurch nur Nachteile generieren, weil:

  • Jeglicher Besatz hier aus privaten Mitteln eingestellt wird
  • Diese Maßnahme nur zu Lasten der stillen Fischerei mit passiven Fanggeräten geht
  • Diese Betriebe durch Umsatzeinbußen finanziell weiter belastet

und wesentlichsten Belastungsfaktoren, wie die fehlende Durchgängigkeit der Fließgewässer, Aalverluste durch Turbinen und Kühlwasserentnahme sowie Pumpspeicherwerke und nicht zuletzt die Verluste durch den Kormoran völlig unbeachtet bleiben.

Vor diesem Hintergrund ist diese vorgeschlagene Maßnahme für das beabsichtigte Ziel des Bestandsaufbaus kontraproduktiv und geht nur zu Lasten der Fischerei.