Klopfer Februar 2018

Fauler Kompromiss beim Schutz und Wiederaufbau des Europäischen Aalbestandes hilft in der jetzigen Form weder dem Aalbestand noch den Fischern.

In letzter Sekunde konnte der von der EU geforderte totale Fangstopp für Aale größer 12 cm durch intensive Verhandlungen verhindert werden.

Dies führte zunächst zu einem „Aufatmen“ bei den betroffenen Fischern.

Leider wurde aber die im gleichen Atemzug die vom Fischereischutzverband geforderte Paketlösung zum Schutz und Wiederaufbau des Aalbestandes außer acht gelassen, die natürlicherweise die Regulierung der Glasaalfischerei, die Durchgängigkeit der Gewässer und eine Reduzierung des Kormoranbestandes beinhalten muss, um eine zielführende Wirkung zu erreichen.

Die deutschen Ländervertreter haben sich am 7.3. 2018 mehrheitlich darauf geeinigt in den Monaten November, Dezember und Januar zum Schutz und Wiederaufbau des Aalbestandes die Aalfischerei zu verbieten. Weitere Maßnahmen sind nicht vorgesehen. Vielmehr glaubt man offenbar, sich hinsichtlich des für 2018 abgewendeten totalen Fangverbotes für Aal beruhigt zurücklehnen zu können.

Wenn man in diesem Zustand verharrt wird uns das Problem spätesten im nächsten Jahr wieder auf die Füße fallen.

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