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Aktueller Klopfer des Monats

Juli 2026: Opposition kritisiert die Zielvereinbarung Ostseefischerei als „Verwaltung des Rückganges einer Branche“

"Die Fischerei als Lebensmittelproduzenten zu stärken" eine wohlfeile Forderung bei nicht vorhandenen Fangmöglichkeiten, die durch eine falsche Subventionspolitik und fehlende Managementmaßnahmen bei Nährstoffeintägen und Prädatoren in den letzten 30 Jahren verursacht wurde; auch durch die jetzt in der Opposition befindlichen Parteien.

Opposition kritisiert die Zielvereinbarung Ostseefischerei als „Verwaltung des Rückganges einer Branche“

Kiel

Die jüngste Landtagsdebatte zur Großen Anfrage des SSW hat ein Schlaglicht auf die existenzielle Krise der schleswig-holsteinischen Fischerei geworfen. Von Seiten der Opposition (SSW, FDP, SPD) wird scharf kritisiert, die Landesregierung verwalte lediglich den Rückgang der Branche. Insbesondere die  „Zielvereinbarung Ostseefischerei“ wird bemängelt, da sie die Fischer fast ausschließlich zu Dienstleistern für Monitoring und Naturschutz mache, anstatt sie als Lebensmittelproduzenten zu stärken; so geht es aus einer Presseanfrage des SHZ  (shz Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag GmbH & Co. KG) zur politischen Debatte um die Zukunft der Küstenfischerei in Verbindung mit Zielvereinbarung Ostseefischerei hervor.

Die Forderung der Opposition die Fischerei als Lebensmittelproduzenten zu stärken ist vor dem Hintergrund der herrschenden Krise im Zusammenhang mit den dezimierten Fischbeständen schon sehr bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass einige dieser Parteien in Schleswig-Holstein lange Zeit Teil der Regierung waren. Der Niedergang der Fischbestände ist wesentlich auf eine falsche (Subventions) Politik der Landesregierungen der letzten 30 Jahre zurückzuführen, die es nicht geschafft haben durch ein wirksames Management der Fischbestände und aller anderen Einflüsse wie Prädatoren und Nährstoffeinträge in die Ostsee dieser Situation rechtzeitig gegenzusteuern. Warnungen gab es genug. Die Unterschutzstellung der besten Fanggründe für die Fischerei mit passiven Fanggeräten auf Plattfisch verschlimmert die Mangelsituation zusätzlich. Anstatt jetzt Geld zu zahlen wäre es in der Tat besser gewesen rechtzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um eine wirtschaftliche Grundlage für die Fischerei zu erhalten. Auf der anderen Seite kann nicht kritisiert werden, dass es für erbrachte Leistungen der Fischerei zum Schutz der Natur wie Verkürzung der Netzlängen im Sommer zum Schutz von Schweinswalen und Meidung von See- Gebieten im Winter zum Schutz von tauchenden Meeresenten ein kleiner Ausgleich gezahlt wird.

 

 

 

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Juni 2026: „Die größte Bedrohung für Schweinswale sind Stellnetze“, so das Hauptargument aus dem Naturschutz.

„ In der westlichen Ostsee sterben vermutlich jedes Jahr hunderte Tiere in Netzen“! , eine wohlfeile populäre Argumentation, die aber keiner sachlichen Prüfung standhält.

 

Märchenstunde hinsichtlich der geltenden Vorschriften durch sachlich falsche Behauptungen:

„Hinzu kommt: Viele Beifänge werden vor allem in deutschen Gewässern nicht systematisch erfasst. Zwar besteht für Fischerboote über zwölf Metern Länge in der EU eine Meldepflicht für Schweinswal-Beifänge (EU-Verordnung 812/2004), doch gilt diese nicht für kleinere Boote, die den Großteil der Ostsee-Fischerei ausmachen“.                                                                                                                                                                        Diese Behauptung ist schlecht recherchiert da sachlich falsch!                                                                                                                     Erstens: sind gem. § 9 (3) der Schleswig - Holsteinischen Küstenfischereiordnung Beifänge von Walen der oberen Fischereibehörde zu melden, und zwar von allen Fischereifahrzeugen unabhängig von der Länge.

Zweitens: Hinzu kommt die Logbuchscheinpflicht für alle Fahrzeuge ab 8m Länge, die eine Meldung aller Beifänge vorsieht.

Märchenstunde hinsichtlich der Auswirkungen der Stellnetzfischerei auf den Schweinswalbestand:

Die vorliegenden Zahlen stützen diese Behauptungen in keiner Weise.  (Quelle: ITAW v. 13.5.2024 u. OIC)

Festgestellte Tot Funde zwischen 2014 und 2023:

2014:  98

2015:  82

2016: 135

2017:  86

2018: 126

2019: 131

2020: 94

2021: 182

2022: 109

2023: 73

Es lohnt sich ein Blick in die Totfundübersichten, die natürlich zwangsläufig mit dem Fangaufwand in der Stellnetzfischerei korrelieren, denn ohne Stellnetze kein Beifang. Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass in den Jahren 2019-2020 bei einem durch CORONA bedingten starken Rückgang des Fangaufwandes aufgrund der damit verbundenen Absatzprobleme kein Rückgang der Tot Funde zu verzeichnen war. Verstärkt wurde dieser Effekt in den Folgejahren noch durch die drastischen Quotenkürzungen in der Dorschfischerei.                                                                                                                                                                                                                    Dem entgegen fallen Anstiege der Tot Funde wie z.B. 2021 auf, die sicherlich nicht der kaum vorhandenen Stellnetzfischerei zugerechnet werden können. Interessant ist auch, dass die bereits umgesetzten Maßnahmen zur Minimierung von Schweinswal Beifängen im Rahmen der freiwilligen Vereinbarung zum Schutz von Schweinswalen und tauchenden Meeresenten mit keinem einzigen Wort erwähnt werden.                                                                                                                                                                                                                                                        Insofern sind die immer wieder gleichen Behauptungen: „Die Stellnetzfischerei wäre der Hauptgrund für einen Rückgang des Schweinswalbestandes in die Rubrik Populismus einzuordnen. Automatisch erhebt sich vor diesem Hintergrund die Frage was die geforderten weiteren Reduzierungen der Stellnetzfischerei bringen sollen.

Gerne beteiligt sich die Stellnetzfischerei wie schon bisher an weiteren Projekten hinsichtlich alternativer Fanggeräte zur Minimierung der möglichen, wenn auch geringen Beifänge. Nur weitere Sperrungen von Seegebieten sind wirtschaftlich nicht tragbar und konnten naturschutzfachlich hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bisher nicht belegt werden.

 

 

Mai 2026: Stärkung der Fischerei in der Ostsee, ein auf den ersten Blick lobenswerter und notwendiger Ansatz.

März 2026: Sind EU- Verordnungen- umzusetzendes Recht oder nur freundlicher ein Handlungshinweis?

Februar 2026: Verzögerungstaktik verhindert dringend notwendige Managementmaßnahmen.

Januar 2026: Unsinn nicht subventionieren, sondern die Umsetzung verhindern.

Dezember 2025: Anstatt einer nötigen Kostenentlastung für die Kleinfischerei ein als unwirksam erwiesener zusätzlicher Kontrollaufwand.

November 2025: Was muss zur Erholung des Dorschbestandes in der Ostsee getan werden?

Monat Jahr: Überschrift

Oktober 2025: „Weltkriegsmunition als Lebensraum für Seesterne und Krabben“ so titelt eine norddeutsche Tageszeitung.

September 2025: Totaler Fangstopp für die Fischerei auf Dorsch und Hering! und was ist mit den Prädatoren?

August 2025: Wissenschaftliche Beratung zum Bestandsmanagement nicht hilfreich.

Juli 2025: Nur die Berücksichtigung aller Faktoren bei einer Bestandsbeurteilung führt zu brauchbaren Ergebnissen.

Juni 2025: Überzogener Naturschutz steht sich selbst im Weg

Mai 2025: Empfehlungen der Zukunftskommission Fischerei: Zu großer Unterschied zwischen Schönfärberei und praktischer Auswirkung.

April 2025: Sechzehn-Punkte Plan Ostsee, Restriktionen nur zu Lasten der Fischerei.

März 2025: Bericht von der Intensivstation!

Februar 2025: 14,3 Mio. EURO in den Wind geschossen!

Januar 2025: Der Fachmann staunt und der Laie wundert sich.

Dezember 2024: Quo Vadis Fischerei ?

November 2024: Der Bürger staunt und der Fischer wundert sich!

Oktober 2024: Symbolpolitik für die Fischerei

September 2024: Wissenschaftler beklagen ungenaue Bestandsabschätzungen.

Einteilung in Haupt und Nebenerwerbsfischerei; zumindest in der Ostsee eine Unterscheidung aus der Mottenkiste.

Juli 2024: Forderungen nach Verträglichkeitsprüfungen für Fanggeräte der Fischerei in NATURA 2000 Gebieten werden laut.

Juni 2024: Datenmangel behindert Prädatoren Regulierung.

Mai 2024:  Der Schweinswal-immer für eine Horrorgeschichte gut!

April 2024: Zukunft der deutschen Ostseefischerei ungewiss!

März 2024: „Allumfassende Naturschutzverwaltung Ostsee“ auch ohne Nationalpark nötig?

Februar 2024: Die Kürzungen für den ohnehin gebeutelten Fischereisektor sind unverhältnismäßig!

Januar 2024: Die Bedeutung einer Petition für einen Nationalpark Ostsee mit 93.000 Unterschriften erscheint zunächst schwerwiegend.

Dezember 2023: Der Naturschutz fordert Vertäglichkeitsprüfungen für Fanggeräte.

November 2023: Wo ist der Dorsch geblieben?

Oktober:  2023

September 2023: Nationalparkdiskussion ergebnisoffen?

August 2023: Der Schutz der Ostsee kommt nicht voran.

Juli 2023: Fischereiliche Dorsch - Entnahme fast auf null. Wo bleibt der Jungdorsch?

Mai 2023: Naturschutz führt Geisterdiskussion

April 2023: Mangelnde Abstimmung bei den Aalschonzeiten für die See

Februar 2023: Der Weg aus der Krise

Januar 2023: Vom EU-Rat beschlossene Maßnahmen zum Schutz des Europäischen Aalbestandes unverhältnismäßig und nicht zielführend!

November 2022: »Großteil der in der Schleppnetzfischerei gefangenen Plattfische nicht marktfähig«

September 2022: „Alles ÖKO“ - oder was?

August 2022: Der allerorten gepriesene hervorragende Zustand der Plattfischbestände in der Ostsee, nur ein Trugbild der Wirklichkeit?

Juli 2022: „Schöne tote Ostsee! Das Dorschsterben und seine Folgen.“

Juni 2022: Schwerpunktmäßige Fischerei auf Plattfische während der Laichzeit!

Mai 2022: Fischindustrie fordert Ausnahme vom Anlandegebot für beigefangene untermaßige Schollen

April 2022: Dorschkrise in der Ostsee!

März 2022: Diversifizierung in der Fischerei